Inkakakadu

Created by: Kai Gladzigewski

Inkakakadu (Cacatua leadbeateri)

Beschreibung

Größe: 35 cm
Männchen: Grundfarbe weiß; Scheitelfedern mit rosafarbener Basis; rote schmale Federhaube mit gelbem Mittelstreifen und weißer Spitze; Stirn, Kopfseiten, Brust und Bauch lachsrosa, am unteren Bauchbereich in Weiß übergehend; nackter Augenring weißlich; Iris dunkelbraun; Füße grau; Schnabel hornfarben
Weibchen: Gefiederfarben wie beim Männchen; rötlich-braune Iris
Jungvögel: mattere Farben; dunkle Iris bei beiden Geschlechtern

Verbreitung

Inkakakadu / Cacatua l. leadbeateri: Inneres Australien, mit Ausnahme des Nordostens
Mathews-Inkakakadu: West-Australien

Lebensweise in freier Natur

Inkakakadus sind Bewohner der trockenen und halbtrockenen Zone. Sie bevorzugen mit Eukalypten und Kasuarinen bestandene Gebiete. Die Vögel sind auch auf anderen offenen Flächen, einschließlich Grasland mit nur vereinzeltem Baumbestand, zu finden. Der Status des Inkakakadus wird als relativ selten eingestuft, örtlich wurde er durch den Rosakakadu (Eolophus roseicapillus) verdrängt. Die Kakadus leben paarweise oder in kleinen Gruppen. Nur sehr selten können größere Schwärme mit bis zu 600 Tieren beobachtet werden. Inkakakadus sind oftmals in Gesellschaft von Rosakakadus anzutreffen. Morgens fliegen die Vögel zu den Wasser- und Futterstellen, die heißen Mittagsstunden verbringen sie ruhend in hohen Bäumen. Vor Einbruch der Dunkelheit wird nochmals Wasser aufgenommen, anschließend kehren die Tiere zu den Schlafbäumen zurück. Der Flug der Kakadus wird von ständigen Rufen begleitet, die den Paar- bzw. Schwarmzusammenhalt sichern sollen. Inkakakadus ziehen innerhalb des Verbreitungsgebietes teilweise nomadisierend umher, sie richten ihren Aufenthaltsort nach dem Wasser- und Futterangebot. Die Nahrung besteht aus Grassamen, krautigen Pflanzen, Früchten, Beeren, Nüssen, Wurzeln, Insekten und Insektenlarven. Die Brutzeit ist variabel, sie beginnt in den nördlichen Gebieten im Mai, im Süden dagegen im August. Die Höhlen liegen vorzugsweise in Eukalyptus-Bäumen, die meist in unmittelbarer Nähe eines Gewässers stehen. Der Nisthöhleneingang befindet sich durchschnittlich in einer Höhe von 3-9 Metern. Die Inkakakadus benagen die Seitenwände der Bruthöhle, wodurch eine Nestunterlage aus Sägespänen entsteht. Das Gelege besteht aus 2-4 Eiern, die 26 Tage lang von beiden Partnern bebrütet werden. Nach etwa 8 Wochen fliegen die Jungvögel aus. Der Familienverband bleibt vermutlich noch mehrere Monate lang bestehen.

Haltung in Menschenobhut

Zur Unterbringung eignet sich eine Voliere mit ungefähren Maßen von 7m x 3m x 2m (Länge x Breite x Höhe). Zum Volierenbau dürfen nur stabile Materialien verwendet werden, z.B. Holz hält den Schnäbeln der Inkakakadus nur kurze Zeit Stand. Die Kakadus müssen paar- oder gruppenweise gehalten werden, die Einzelhaltung wird den Bedürfnissen der Tiere nicht gerecht. Gegenüber anderen Arten zeigen sich Inkakakadus nur selten verträglich, von der Gemeinschaftshaltung ist daher normalerweise abzuraten. Eingewöhnte Inkakakadus sind robust, sie sollten aber bei etwa 5-10 Grad überwintern können. Inkakakadus sind leider recht häufig mit Würmern befallen, da sie sich gerne am Boden aufhalten und graben. Außenvolieren sollten daher mit einem Betonboden versehen werden, wobei dann unbedingt Sand aufgeschüttet werden muss, um den Tieren weiterhin das Graben zu ermöglichen. Die Kakadus besitzen ein stark ausgeprägtes Nagebedürfnis, es sollten daher ständig frische Zweige und morsches Holz angeboten werden.

Quellen:

http://www.vogellexikon.de
http://de.wikipedia.org

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