Die meisten Papageienarten brüten um die 30 Tage. Wieviele Eier bebrütet werden hängt hauptsächlich von der Art ab. Man kann sagen, je größer die Art umso weniger Eier sind im Gelege. So können bei kleineren Arten 5-6 Eier gelegt werden. Bei den Aras sind es meistens 2-3 Eier.

 

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Auch schlüpft nicht aus jedem Ei ein Baby. Hier kommt es auf die Befruchtung, die Luftfeuchtigkeit im Brutkasten, die Wärme beim Ausbrüten u.s.w. an. In fast allen Gelegen gibt es Eier aus denen kein Junges schlüpft.

Wenn die Zeit gekommen ist befreit sich das Baby mit dem Eizahn, ein Fortsatz am Schnabel, selber aus dem Ei, indem es die Schale wie mit einer Blechschere in einer Naht rundum aufknabbert. Manchmal hilft auch die Mutter ein wenig mit.

 

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Die ersten 1-2 Tage wird das Kleine nicht gefüttert, da es noch mit dem Dottersack verbunden ist und zuerst die Energiereserven daraus zieht. Danach füttert die Mutter das Baby mit vorgegährtem Brei aus Körnern und Obst. Im Alter von 4-5 Monaten werden die Babys futterfest, können also selber Ihre Nahrung aufnehmen.

 

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Wir lassen unsere Babys bis zur 4. Woche nach der Geburt bei den Eltern, weil die Mutter eine hochenergetische Kropfmilch produziert, die künstlich nicht herstellbar ist. Außerdem lernt das Junge schon ein gewisses Maß an Sozialverhalten. Von Brutmaschinengeburten und anschließender Füttern mittels Kropfsonde halten wir absolut nichts und führen dies auch nicht durch.

 

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Wenn die Babys mit 4 Wochen in die Quarantänestation kommen sind sie noch nackt und hilflos. Sie brauchen Wärme (27 – 29 Grad) und werden in dieser Phase alle 2 Stunden von morgens 6 Uhr bis nachts 24 Uhr gefüttert. Wie bei Menschenbabys wird der Brei auf ca. 28 Grad erwärmt und mittels einer Spritze (natürlich ohne Nadelaufsatz) in den Kropf laufen gelassen. Heute haben wir so gute Produkte für die Handaufzucht, dass die Kleinen sofort ohne Probleme den „Menschenbrei“ annehmen und ihn gierig schlucken.

Je älter die Papageienbabys werden umso größer werden die Abstände der Fütterungen. Zum Schluss, meistens zwischen der 17. und 20. Lebenswoche bekommen sie nur noch einmal Brei am Tag, knibbeln aber gleichzeitig schon gewisse Mengen Körner und Obst. Kurze Zeit später lehnen sie den Brei dann gänzlich ab und fressen nur noch feste Nahrung und sind damit futterfest.

Wir beobachten jetzt noch eine Woche die Entwicklung des Babypapageien, um auch wirklich sicher zu sein das er futterfest ist.

Danach gehen unsere Babys in die Familien. Dies ist der richtige Zeitpunkt, da sie jetzt noch offen für Erziehung sind und sich auch problemlos in das neue Umfeld integrieren.

Wir raten dringend vom Kauf älterer Papageien ab, da sie meistens nicht mehr erziehbar sind und sich auch viel schlechter in den neuen Familienverbund eingliedern.

Arteninfo